H V V Nachrodt-Wiblingwerde e.V.
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2009


Trauungen in Hotel und Heimatstube möglich

Nachrodt-Wiblingwerde. Heiraten in einer ganz besonderen Umgebung: Das wird in der Doppelgemeinde immer beliebter: Alternativen zum Standesamt sind das Schlosshotel Holzrichter in Veserde sowie die Heimatstube in Wiblingwerde.

Ob das noble Ambiente im Schlosshotel oder das bäuerlich-rustikale Umfeld in der Heimatstube: Die Stimmung bei den Außenterminen ist meist etwas anders als bei den Trauungen im Amtshaus", berichtet Standesbeamtin Eva Messerer. Das hängt natürlich von der jeweiligen Hochzeitsgesellschaft ab", ergänzt sie. Genau wie ihre Kolleginnen Erika Renfordt-Atar und Claudia Meulenberg nimmt Eva Messerer gerne die Außentermine wahr. Auch Bürgermeisterin Betarix Naujoks kann Trauungen vornehmen. Im letzten Jahr hat es in Nachrodt-Wiblingwerde 45 Eheschließungen gegeben. 21 davon fanden im Amtshaus statt. Acht Paare entschieden sich für die Räume des Heimatvereins neben der Grundschule in Wiblingwerde. 16 Paare ließen sich im Schlosshotel Holzrichter trauen.

In diesem Jahr fanden bislang 37 Hochzeiten statt. Nur noch zehn Paare bevorzugten das Standesamt im Amtshaus. Acht Paare starteten ihren gemeinsamen Lebensweg in der Heimatstube und immerhin 19 Paare wählten das Schlosshotel in Veserde.

Dort sind auch im Jahr 2010 wieder Eheschließungen außerhalb der üblichen Standesamtszeiten möglich. Folgende Samstagstermine sind vorgesehen: 17. April; 29. Mai; 19. Juni; 10. Juli; 18. September; 16. Oktober. Es stehen pro Samstag jeweils zwei Eheschließungstermine zwischen 10 und 11.30 Uhr zur Verfügung. Terminabsprachen und weitere Auskunft gibt es im Standesamt der Doppelgemeinde unter (0 23 52) 93 83 30.

Dort werden auch Anfragen zu Eheschließungen im Gebäude des Heimatvereins sowie im Amtshaus bearbeitet. Geöffnet ist das Standesamt montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr. In der Doppelgemeinde bieten sich Heiratwilligen Hotel und Heimatstube als Alternative zum Standesamt an.

Quelle: WR Altena vom 5.11.2009

 

Heimat- und Verkehrsverein begeht Erntedank

Wiblingwerde. Roderich Knipps ist zufrieden mit der Ernte: Der Mais ist geerntet, die Grassilage für das Milchvieh ist gut gedient. Wenn jetzt noch die Milchpreise in Ordnung wären, könnte es für den Wiblingwerder Landwirt durchaus so weitergehen.

Erntedank hat für ihn natürlich eine starke Bedeutung. Jedes Jahr nimmt er daher mit seiner Frau Martina mit einem Stand am Erntedankfest des Heimat- und Verkehrsvereins teil, um die landwirtschaftlichen Erzeugnisse seines Hofs zu verkaufen. Selbst die Eier, für die der Hof so bekannt ist, hängen von guter Futterqualität und somit von einer guten Ernte ab.

Der Imker kann pausieren, der Landwirt nicht

Von der schwärmt auch Günter Lieder aus Altena, der zwar keine Felder bewirtschaftet, aber dennoch geerntet hat: Honig. Es war eine kurze, aber erfolgreiche Erntesaison, die dem Imker drei leckere Honigsorten einbrachte. In der unbelasteten Natur des Nettenscheids schwirrten 13 Bienenvölker umher, um den goldenen Saft herzustellen, aus dem sich auch andere schöne Produkte wie Handcreme herstellen lassen. Günter Lieder kann nun eine Ruhepause einlegen, Roderich Knipps allerdings nicht: Auf einem Hof gibt's jeden Tag viel Arbeit. Auch nach der Ernte.

Im Waldkindergarten, dessen Verkaufsstand die Mütter Montserrat Wieczorek und Yvonne Clever leiten, ist vom ersten Sonnenstrahl im Frühling bis zur kräftigen Herbstsonne das Anbauen und Ernten von Früchten, Kräutern und Ziergewächsen ein Thema. Die Kinder können durch ihre starke Naturanbindung hautnah miterleben, wie aus einem Keim oder Setzling eine große Pflanze gedeiht. Sie lassen sich zu schönen Gestecken oder Produkten wie Lohagens Bunte" (eine hausgemachte Gurkensorte) verarbeiten. Auch Marmeladen haben die Eltern gekocht der guten Ernte sei Dank.

 

Das dachten sich auch die Ittershagens und Gertraud Rüsch, die 60 Kilo rohe und 20 Kilo gekochte Kartoffeln zu einer frischen Potthucke fürs Erntedankfest verarbeitet hatten. Auch eine frische Leber- oder Blutwurststulle und Bratwürstchen waren zum frischen Bier zu genießen. 27 Vereinsmitglieder hatten wieder jede Menge Herzblut in das traditionelle Fest gesteckt: Die Heimatstube festlich geschmückt, Tische, Bänke und Zelte aufgebaut und vieles mehr. Für den Vorsitzenden Klaus Potthoff bedeutet Erntedank daher in erster Linie Arbeit: Entspannen können wir erst, wenn abends alles abgebaut ist", erklärt er lachend. Da kam die entspannende Musik der Swing Oldies Hohenlimburg, die sich auf den Festplatz vor der Heimatstube miteingereiht haben, gerade recht...

Quelle: WR Nachrodt-Wiblingwerde, 05.10.2009, Ina Hornemann

Waldlehrpfad Wiblingwerde jetzt offiziell eröffnet

20.09.2009 · NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Natur verstehen lernen - genau das ist das Ziel des neuen Waldlehrpfades, der am Samstag auf dem Lohagen ofiziell eröffnet wurde. Dafür hatte der Hegering Altena alle Spender, die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und die Stadt Altena sowie den Wald-kindergarten Nachrodt-Wiblingwerde zur ersten Wanderung über den neuen Pfad eingeladen.

Rund 100 Gäste versammelten sich aus diesem Grund auf dem Lohagen. Der Schirmherr des Projekts, Karl-Heinz Tacke, ist froh, dass der Pfad jetzt fertig ist. Viel Arbeit und Zeit hatte besonders er in die Gestaltung des Waldlehrpfades investiert. Sechs Monate sind von der Planung bis zur Einweihung des Naturpfades vergangen. Den ganzen Sommer hämmerte und zimmerte Tacke an den Schildern, die nun kleinen und großen Naturfreunden den Wald erklären.

"Da ist alles selbstgebaut", betonte Udo Kalthof, 1. Vorsitzender des Hegerings, in seiner Eröffnungrede und stellt vor allem das Engagement von Karl-Heinz Tacke heraus. Seit 20 Jahren ist der regelmäßig mit Schulklassen unterwegs. Seine Idee war es, schon die Kleinsten an die Natur heran zu führen. "Sie sollen verstehen, was dort vor sich geht", erklärt Tacke. So ist der Waldlehrpfade von nun an dazu da, Kindern aber auch Erwachsenen die heimische Natur näher zu bringen. Thema sind vor allem Pflanzen und Bäume des Waldes, sowie die dort lebenden Tiere. Aber auch viele Vereine haben sich auf dem Pfad eingebracht. Imker, der Heimatverein sowie der Landwirtschaftliche Ortsverein sind mit einer Tafel vertreten. Mit einem Insektenhotel beteiligt sich der Waldkindergarten Nachrodt-Wiblingwerde am Naturlehrpfad auf dem Lohagen. Doch mit zwei Kilometern ist der Pfad noch lange nicht fertig. "Der Pfad soll weiter wachsen", erklärte Karl-Heinz Tacke seine Pläne. So sollen im nächsten Jahr zunächst Spieleinrichtungen für Kinder folgen. Aktuell umfasst der Naturlehrpfad gut 20 Stationen. Dabei gibt es sogar spezielle Aufgaben für Schulklassen, die sich mit dem Pfad auseinandersetzen wollen. Erkundet werden kann der Weg auf eigene Faust oder unter der Führung von Karl-Heinz Tacke. Gerne ist er weiter bereit, Gruppen über den Lohagen zu führen. "Es gehört schon Herzblut dazu", so Tacke, der mittlerweile seit 50 Jahren in Nachrodt-Wiblingwerde wohnt. Das sieht auch Udo Kalthof so. "Die Euphorie der Kinder, die sich den Pfad anschauen, das ist die schönste Motivation weiterzumachen", erklärt der erste Vorsitzende. Auch wenn Karl-Heinz Tacke noch weitere Pläne hat, bereits mit gut zwei Kilometern Länge ist der Waldlehrpfad deutlich umfangreicher geworden als zunächst geplant. Doch Udo Kalthof hat dafür eine einfache Erklärung: "Wenn man etwas anfängt, dann entwickelt sich die Idee stetig weiter." Trotz alledem übertreffen Resonanz und Ausmaß die Erwartungen des Hegerings. Begleitet wurde die Eröffnung auch von einem Kamerateam des Burggymnasiums Altena. Konstantionos Sampanis (18) und Robert Maciejewski (17) werden einen Film über Waldlehrpfad erstellen. - ch

Quelle: AK Nachrodt-Wiblingwerde

Flotter Squardance und mitreißende Bläsershow

Wiblingwerde. Beinahe im nahtlosen Anschluss an die Jubiläumsfeier der Frauenhilfe folgte das traditionell vom Heimat- und Verkehrsverein Wiblingwerde veranstaltete Doppelkonzert.

Statt wie geplant auf dem Dorfplatz, wurde das Doppelkonzert aufgrund der schlechten Witterung ins Gemeindehaus verlegt. Die organisatorischen Details vor Ort erledigte der Heimat- und Verkehrsverein unter Leitung von Klaus Potthoff, während Horst Dieter Huwig vom Kulturverbund den Kontakt zu den Künstlern hergestellt hatte. Das Programm bot drei Gruppen, vom Tanz über Chorgesang bis hin zur Bläsermusik. Den Anfang machte der Männergesangverein Wiblingwerde, der bekannte Volkslieder zum Besten gab - oftmals mit heimischem Bezug. Vom singen zum Playback hieß es, als der DRK-Seniorenkreis Iserlohn auf die Tanzfläche drängte. Obwohl der Altersschnitt über 70 Jahren liegt, sahen ungefähr 100 Besucher den zwölf vitalen Frauen zu, die unter Leitung von Marlis Panne-Müller eine Auswahl flotter Tänze bis hin zum Squaredance boten. So war es nicht verwunderlich, dass manch einer im Publikum nach einer Zugabe verlangte.

Den Abschluss des Konzertnachmittages bildete nach weiteren Einlagen des MGV Wiblingwerde das Blasorchester Volmetal, das unter Dirigent Graham Child eine souveräne Show bot und die Massen begeisterte. Für das leibliche Wohl hatte der Förderverein des Kindergartens Wiblingwerde gesorgt. Der Waffelstand erwies sich als sehr beliebte Anlaufstelle für Gäste wie Künstler.

Die gut 100 Konzertbesucher erlebten im Gemeindehaus ein unterhaltsames Programm.

Quelle: 15.09.2009 / Lokalausgabe WR

Schusterwerkstatt im Kornspeicher

Tag des offenen Denkmals Heimat- und Verkehrsverein öffnet historischen Korn-speicher auf Wiblingwerder Schulhof

 

Nachrodt-Wiblingwerde. Zum Tag des offenen Denkmals öffnet der Heimat- und Verkehrsverein am Sonntag, 13. September, von 11 bis 18 Uhr den Kornspeicher auf dem Schulhof in Wiblingwerde.

Das Gebäude stammt vom Hof Kreinberg. Dort wurde es 1597 errichtet. Im Jahr 1937 musste es der Erweiterung des Hofes weichen. Zum Kornspeicher bestimmte die damalige Baugenehmigung, dass er unter besonderer Schonung des freiwerdenden Materials so abzubauen ist, dass er nachher wieder aufgestellt werden kann."

An diese Vorgabe hielt sich der Landwirt nicht. Beim Abbau wurden Hölzer beschädigt. Steine aus dem Fundament fanden Verwendung im Neubau. Dennoch konnte das historische Gebäude 1938 auf dem Schulhof in Wiblingwerde wieder aufgebaut werden. Ziel war es, die beiden Räume für Jugend- und Heimatzwecke zu nutzen.

Klaus Potthoff, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, ist mit der Geschichte des Häuschens bestens vertraut. Die Jugend ist im übertragenen Sinn immer noch Nutzer der Anlage: Im Obergeschoss ist aus alten Beständen der Grundschule ein Klassenzimmer aus den frühen 50er Jahren nachgebaut worden.

Im Untergeschoss befindet sich eine Schusterwerkstatt. Sie wurde in der Ortslage Kaltenborn jahrzehntelang von Werner Kreft betrieben und später an den Verein übergeben. Die Einrichtung ist voll funktionfähig. Klaus Potthoff möchte sie den Besuchern am Sonntag gerne in Betrieb präsentieren. Doch Schuhmacher Lange, der schon mehre Vorführungen im Kornspeicher durchgeführt hat, steht am Sonntag nicht zur Verfügung. Ich hoffe, noch einen Vertreter zu finden", erklärt Klaus Potthoff.

Neben Klassenzimmer und Schusterwerkstatt zeigt der Verein am Sonntag alte Bauzeichungen. Die offene Tür beschränkt sich auf den Kornspeicher. Heimatstube, altes Gerätehaus und Remise bleiben geschlossen. Wir konzentrieren uns am Tag des offenen Denkmals ganz auf das nachweislich historische Gebäude", begründet Klaus Potthoff diese Entscheidung. Parken können die Besucher auf dem Schulhof.

Quelle: WR Altena

Wiblingwerde Geheimtipp für Wanderer

Man kann hier so wunderbar wandern und spazieren gehen. Stundenlang kann man durch die Wälder streifen, ohne große Straßen oder Dörfer zu passieren. Das ist wirklich einzigartig", schwärmt Thomas Nitsch. Gemeinsam mit Frau und Hund wandert der Drescheider regelmäßig in den Wäldern rund um Wiblingwerde. So wie ihm geht es vielen. Besonders Ruhrgebietler wissen das ausgebaute Waldwegenetz über die Wiblingwerder Höhen zu schätzen. Bei schönem Wetter kann es sein, dass es auf den umliegenden Wanderparkplätzen kaum noch Parkmöglichkeiten gibt. Bewegung an der frischen Luft ist in, egal ob zu Fuß, mit Walking-Stöcken oder mit dem Mountainbike.

Die Wege zwischen Veserde und dem Großendrescheid sind schon seit langem ein echter Geheimtipp für Wanderer. "Das Wegenetz ist super, vor allem sehr abwechslungsreich. Wir kommen regelmäßig hierher. Schön ist auch, dass es immer wieder Möglichkeiten zum Einkehren gibt. Da braucht man nicht bis in die Alpen zu fahren, das Gute ist oft so nah", freut Günther Drewell aus Recklinghausen. Der Rentner ist gemeinsam mit seinen ehemaligen Arbeitskollegen von Herlsen bis zur Brenscheider Mühle gewandert. Über Sonnenscheid und Haste wird es nach einer kleinen Stärkung zurück zum Auto gehen. Drei Stunden ist die gutgelaunte Gruppe bereits unterwegs.

Wer denkt, Wandern sei ein reiner "Rentnersport", der irrt: Wandern ist wieder in Mode gekommen. Oftmals sind es die jungen Paare, die die Wege rund um das Höhendorf lieben, denn anders als in berühmten Wanderregionen, trifft man auf Grund der Weite des Wegenetzes oft über Stunden keine anderen Wanderer. "Am Wochenende ist es auf den Routen rund um die Mühle schon voll, aber wenn man dann die kleineren Wege einschlägt, die nicht markiert sind, ist man sofort wieder allein", erklärt Nitsch.

"Das tolle ist, dass man sich fast gar nicht verlaufen kann. Die Wege sind klar und vor allem sichtbar gekennzeichnet. Oftmals gleicht das Wandern einer Schnitzeljagd. Hier sieht man direkt an jeder Abzweigung, wo es weiter geht. Und vor allem kann man sich im Internet genau anschauen, wie viel Steigung ein Weg hat und wie lang er ist", erklärt Rainer Kalwin. Der 34jährige Mühlheimer genießt es, allein, mit schnellem Schritt, besonders die anspruchsvolleren Strecken zu laufen. Die wechselnden Beschaffenheiten von Boden, Wald, Wiese und die Steigungen locken auch immer mehr Mountainbiker ins Höhendorf. "Hier findet man so abwechslungsreiche Routen, wie sonst nirgendwo in der Umgebung. Seit Kyrill hat man zum Teil neue einzigartig Aussichten. Da macht es einfach Spaß sich die Berge hinauf zu quälen", berichtet der Dortmunder Sascha Augustin.

Besonders die Wege, die vom Heimat- und Verkehrsverein gekennzeichnet wurden, werden immer wieder gelobt. Das Wanderwegenetz des Vereins umfasst 29 Wanderwege mit über 300 Kilometer Länge. Allesamt gut erkundet und beschildert. Zusätzlich zu diesen Rundwegen gibt es einige kleinere Spazierwege, sowie den Wiblingwerder Höhensteig. Der Wiblingwerder Höhensteig ist ein Wanderroutenvorschlag mit einer Länge von rund 26 Kilometern und kann auch in Teilstrecken erwandert werden. Attraktiver werden die Strecken durch Sehens-würdigkeiten, wie Johannisborn, die Kirchen oder die Brenscheider Mühlen . Die Rundwege der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde sind durch einen roten Punkt auf weißer Scheibe gekennzeichent und den Nummern der einzelnen Strecken in rot auf weißem Grund. Die Gemeinde mahnt immer wieder, nicht nur dem Punkt nachzulaufen, sondern auf die Nummern zu achten, denn wer dem Punkt folgt, ist unter Umständen länger als einen Tag unterwegs.

Auch die Gastronomen freuen sich über den Wanderboom im Höhendorf. "Besonders sonntags ist hier oft viel los. Das Wetter spielt dabei noch nicht einmal eine große Rolle. Aber bei gutem Wetter kommt es schon mal vor, dass wir Kuchen zusätzlich bestellen müssen, weil unserer nicht reicht", berichtet Christina Wallrabe aus der Wiblingwerder Bäckerei. Bei schönem Wetter sind die 16 Plätze vor dem Café oftmals alle besetzt. Denn das Lädchen mitten im Dorf lädt zur Rast ein. "Besonders beliebt ist unsere Schwarzwälderkirschtorte und die Strietzel. Viele sitzen eine ganze Weile hier, trinken Kaffee, essen Kuchen und genießen einfach den Tag", sagt Wallrabe.

Quelle: Altenaer Kreisblatt vom 13.07.2009

1. Mai in Nachrodt-Wiblingwerde

Dorfplatzkonzert: Tradition wird fortgeführt

15.06.2009 · NACHRODT-WIBLINGWERDE - Das erste Dorfplatzkonzert des Jahres gab es am Sonntag-nachmittag in Wiblingwerde. Dass überhaupt eins stattfinden würde, war lange Zeit nicht klar. Nach dem Rücktritt Zoltan Hülles fand sich zunächst kein Nachfolger , erst nach längerer Suche erklärte sich der Vorsitzende des Kulturverbandes, Horst-Dieter Huwig, bereit, die Konzertreihe zu organisieren. Gleich mit der ersten, von ihm organisierten Veranstaltung, gelang ihm ein guter Wurf. Drei gute Formationen sorgten für Begeisterung der über 70 Gäste, die ins evangelische Gemeindehaus gekommen waren.

Da trat zunächst der Gemischte Chor in der Eintracht Veserdeauf, der sich für den Auftritt am Sonntag eingestimmt hatte. Da waren flotte Rhythmen wie beispielsweise "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher oder auch "Tante Emma" von Udo Jürgens zu hören. Die Freude am Gesang sah man den Sängerinnen und Sängern an und der Funke sprang auf das Publikum über. Denn bei "Marmor, Stein und Eisen bricht" waren nicht nur die Stimmen des Chores zu hören. Die Leitung des Ensembles lag in den bewährten Händen von Rolf Bürgermeister.

Neben einem klassischen Vortrag hatte sich das Jugendorchester der Kolpings-familie Letmathe für eines der bekanntesten Stücke von Carlos Santana, "Evil ways", entschieden. Allein dieser Vortrag brachte der Formation unter der Leitung von Ramona Neuhaus einen großen Applaus ein. Endgültig jedoch überzeugten sie die anwesenden Musikfreunde mit ihrer Interpretation der Titelmelodie "Fluch der Karibik", geschrieben von Klaus Bartelt und Hans Zimmer.

Viele junge Zuhörer waren unter dem Publikum zugegen. Aus deren Reihen gab es einen netten Kommentar zum Vortrag des Jugendorchesters: "Supercool gespielt". Für richtig Stimmung im Saal sorgte dann der Gitarrenkreis Iserlohn unter der Leitung von Marita Eckenbach. Bei dieser Formation ging es so richtig ans "Eingemachte". Denn mit Unterstützung eines Musikbandes im Hintergrund wurde dazu live gespielt und gesungen. Beispielsweise "Du hast mich tausend Mal betrogen" von Andrea Berg. Da klatschte und sang das Publikum begeistert mit.

Weder der Gemischte Chor, noch das Jugendorchester und der Gitarrenkreis in Iserlohn traten das erste Mal beim Dorfplatzkonzert auf. Allerdings noch nie gemeinsam. Die musikalische Mischung kam jedenfalls an: Das Konzert sprach alle Altersklassen an. Sowohl die anwesenden Jugendlichen, die Zuhöremittleren Alters und auch die Senioren waren von den Vorträgen gleichermaßen begeistert. Sicher zur Freude von Dieter Danz, der die Dorfplatzkonzerte vor fast 35 Jahren ins Leben rief und sie über 30 Jahre lang begleitete. Die Tradition wird nun fortgesetzt.

Organisator Horst-Dieter Huwig erfährt bei seiner Arbeit durch den Heimat- und Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde. Viele Mitglieder besuchten auch am Sonntag das Konzert. Die nächsten Termine: Am 23. August und am 13. September geht es weiter. Und definitiv auch im nächsten Jahr. Denn das Jugendorchester der Kolpings-Familie wurde von Huwig bereits "unter Vertrag"genommen.

Quelle: Altenaer Kreisanzeiger vom 15.06.2009

Dorfplatzkonzerte sind gesichert

Die Dorfplatzkonzerte im Höhendorf sind gesichert. Horst Dieter Huwig übernimmt jetzt die Organisation. Und zwar solange, bis der Heimat- und Verkehrsverein eine langfristige personelle Lösung gefunden hat. Am Montag hatte Klaus Potthoff die kulturschaffenden Vereine der Doppelgemeinde in die Heimatstube zur Krisensitzung eingeladen. Vertreter des MGV Frohsinn, des MGV Wiblingwerde und des Gemischten Chores im MGV Eintracht Veserde sowie des Posauenchores Wiblingwerde hatten sich eingefunden. Schnell war klar, dass Horst Dieter Huwig in die Bresche springen würde und für die Fortsetzung der Reihe Dorfplatzkonzerte" sorgen würde.

Allerdings werden es nicht vier sein, die Mai-Veranstaltung kann so kurzfristig nicht organisiert werden.

Die restliche drei Konzerte in der Dorfmitte jedenfalls sind gesichert. Es herrscht Erleichterung. Das Bestehen dieser Veranstaltungsreihe, die 30 Jahre in den Händen von Dieter Danz lag, war gefährdet, nachdem dessen Nachfolger Zoltan Hülle aufgehört hatte.

Musikschaffende der Gemeinde machten sich wie Frohsinn-Werner Griesel im Schul- und Kulturausschuss öffentlich Sorgen um den Fortbestand der Reihe.

Der Heimat- und Verkehrsveerin war nicht untätig gewesen. Er hatte sich durchaus um geeignete Nachfolger gekümmert. Allerdings vergeblich. Nicht jeder ist geeignet", sagte gestern Reinhard Ittershagen zur WR. Da muss jemand her, der die Szene kennt. Der muss wissen, wer passt zusammen. Natürlich muss er auch organiseren können."

Huwig übernimmt also die Vorbereitung der Konzerte, der Heimat- und Verkehrsverein als Träger sichert zu, zur Hand zu gehen und die Stühle zu schleppen und sich nützlich zu machen und sich auf die Suche nach einem langfristigen Organsiator zu machen. Denn Horst Dieter Huwig ist ja schon lange Rentner. Allerdings auch ein sehr aktiver.

Quelle: WR Nachrodt-Wiblingwerde vom 28.04.2009, Sabine Loos

Heimatverein: Bewährte Mannschaft bestätigt

10.03.2009 NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Jahres- hauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereines Nachrodt-Wiblingwerde war von einem einzigen Gesprächs- thema geprägt: Den Dorfplatzkonzerten. Bis vor wenigen Jahren wurden diese über einen Zeitraum von 30 Jahren von Dieter Danz organisiert. Danach übernahm Zoltan Hülle das Amt, musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen im vergangenen Jahr zurücktreten.

Seitdem suchen die Verantwortlichen des Heimatvereins verzweifelt nach einem Nachfolger Hülles. Ernst Schnepper erklärte dazu: "Die Dorfplatzkonzerte sind für Wiblingwerde in all den Jahrzehnten zu einem Stück Kulturgut geworden". Man müsse unbedingt versuchen, diese Veranstaltung "am Leben zu erhalten." Allerdings wird - zumindest für das laufende Jahr - schwarz gesehen. Es sei, so bestätigte Dieter Danz, mittlerweile viel zu spät, um noch auftretende Gruppen zu verpflichten. Man müsse daher wohl davon ausgehen, dass die Dorfplatzkonzerte in diesem Jahr möglicherweise nicht stattfinden könnten. Der sichtlich betroffene Danz warb nachdrücklich für die Übernahme des Amtes. "Man muss weder Ahnung von Musik haben noch singen können", sagte er. "Man muss die Veranstaltungen organisieren. Musik machen die anderen". Der Heimat- und Verkehrsverein wird nun in schriftlicher Form an die Vorstände anderer Gesangsvereine herantreten, um auszuloten, ob sich nicht dort ein Interessent finden lässt, der die Tradition der Dorfplatzkonzerte aufrecht erhalten will. Ohne diese Veranstaltungen, so Schnepper, wäre Wiblingwerde um ein Stück Kultur ärmer.

Der Kassenbericht von Reinhard Ittershagen ließ aufhorchen. Der Verein schaffte es, sich innerhalb des letzten Jahres ein solides Finanzpolster zuzulegen. Das sei allerdings auch notwendig, denn geplant sei, die Rückseite des Kornspeichers und der Heimatstube mit einem stabilen Zaun zu versehen. Der Grund: An dem beiden historischen Gebäuden gibt es bereits erste Anzeichen von Vandalismus. Der Zutritt zu der Anlage aus Richtung des alten Sportplatzes müsse daher verhindert werden.

Die Vorstandswahlen verliefen schnell, unspektakulär und nicht überraschend. Es standen die Ämter des ersten Vorsitzenden, welches von Klaus Potthoff bekleidet wird, und das des Schriftführers, Marcus Hinz, an. In beiden Fällen erfolgte einstimmige Wiederwahl. Neue Kassenprüfer sind Martina Knipps und Gerd Nolte.

Siegfried Kruse konnte berichten, dass die Wanderwege rund um Wiblingwerde zum Teil neu angelegt, zum überwiegenden Teil allerdings auch neu markiert wurden. Mit einer Neuauflage des Wanderplanes sei im nächsten Jahr zu rechnen. Vorsitzender Potthoff berichtete darüber, dass er mehrfach Anfragen erhalten habe, die sich mit dem Tourismus in der Doppelgemeinde befassten. "Wir haben damit allerdings nichts mehr zu tun", erklärte er. Kassierer Ittershagen ergänzte: "Wir sind als gemeinnützig anerkannt, und zwar auf dem Gebiet der Heimat- und Brauchtumspflege."

Wenn sich der HVV daher mit dem Tourismus beschäftige, laufe er Gefahr, die Gemeinnützigkeit aberkannt zu bekommen. Potthoff wies daher noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Gemeinde Ansprechpartner in Sachen Tourismus in der Doppelgemeinde sei. - hb

Quelle: come-on.de