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Großer Erfolg in der Heimatstube

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Ich bin überrascht. Hier kriegt man ja kein Bein mehr an die Erde", sagte Klaus Potthoff, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Nachrodt-Wiblingwerde mit Blick auf die Resonanz, die die Einladung des Vereins zum adventliche Kaffeetrinken gefunden hatte.

Volles Haus beim Heimat- und Verkehrsverein: Das adventliche Kaffeetrinken in der Wiblingwerder Heimatstube am Sonntag war außerordentlich gut besucht. *

Die Beurteilung des Vorsitzenden war zutreffend, denn das Advents-Kaffeetrinken, das am Sonntagnachmittag in der Heimatstube in Wiblingwerde stattfand, außerordentlich gut besucht. Im Laufe der Veranstaltung hielten sich ständig rund 20 Gäste in der gemütlichen Heimatstube auf. Für noch mehr Personen hätte auch der Platz gar nicht ausgereicht.

Vor Bekanntgabe der Veranstaltung waren die Mitglieder des HVV jedoch noch skeptisch gewesen. Nachdem zum Kaffeetrinken am 1. Mai kaum Gäste erschienen waren, war man auch bezüglich des Adventskaffeetrinkens nicht besonders zuversichtlich. Doch das sollte sich als Irrtum herausstellen. Insgesamt fünf leckere Torten standen zur Auswahl, außerdem gab es frisch gebackene Waffeln mit Kirschen und Sahne. Für Freunde eines eher handfesten Imbisses wurden Schmalzbrote gereicht. Viel blieb davon am Ende des Nachmittags nicht übrig, denn die Gäste hatten ordentlich zugelangt.

Klaus Potthoff beurteilte das gemütliche Beisammensein in der Heimatstube später als Erfolg. Wir werden über eine Wiederholung im nächsten Jahr sicherlich nachdenken", dachte er bereits an eine Neuauflage. * hb

Quelle: come-on.de

Kappes und Salz für vitaminreiches Sauerkraut


Dieter Feige aus Wiblingwerde stellt Sauerkraut selber her RND Foto: Rudi Rust

Wiblingwerde. Holzbottiche, Tonkrüge und eine Vielzahl alter Sättel schmücken die Heimatstube des Heimat- und Verkehrsvereins. Inmitten der alten Gebrauchsgegenstände steht ein Tisch mit Beuteln voller Sauerkraut. Das verkaufen die Vorstände Klaus Potthoff und Hermann Boshe-Plois auch dieses Jahr dort. Der Sauerkrautverkauf hat bei uns eine lange Tradition. Als ich in den Verein eingetreten bin, gab es das schon", so Potthoff.

So werden auch dieses Jahr wieder 70 Kilo verkauft. Das selbstgemachte Sauerkraut ist frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen. Nur ein bisschen Salz ist drin", informiert Hermann Boshe-Plois die Käufer.

Reich an Vitamin C

Angesetzt wurde das Sauerkraut wieder von Dieter Feige, der im Oktober reichlich heimischen Kohl kaufte. Um Sauerkraut daraus zu bekommen, wird der Kohl zunächst in feine Streifen geschabt. Dann wird immer abwechselnd eine Schicht Kohl und eine dünne Schicht Salz in einen Steinguttopf gegeben.

Schließlich wird der Kappes gestampft, um den Zellsaft aus dem Kohl und die Luft aus den Zwischenräumen zu pressen. Um den Luftabschluss zu garantieren, besitzen heutige Sauerkrauttöpfe eine Wasserrinne, die um den Deckel herum verläuft. Sie garantiert, dass der Kohl gärt und nicht gammelt. Nach sechs bis acht Wochen ist das Kraut dann fertig und zum Verzehr geeignet. Sauerkraut ist der reich an Vitamin C, Milchsäure und Mineralstoffen und diente früher wie auch heute noch als wichtiger Vitamin C-Lieferant im kalten Winter. Das Kappesschaben hat eine lange Tradition", wissen auch die beiden Männer vom Heimat- und Verkehrsverein. Noch bis in die 1950er Jahre des letzten Jahrhunderts gingen Frauen im Dorf von Haus zu Haus und schabten den Kappes anderer Familien für kleines Geld. Bei dem kargen Lohn damals sparten sich viele Familien so den Kauf der nur einmal im Jahr benötigten Kappesschabe", so Potthoff. Und wer eine hatte, der setzte sie gewinnbringend ein. Seit dem späten 19. Jahrhundert wird Sauerkraut aber auch mehr und mehr industriell in großen Gärsilos produziert. Die traditionelle Herstellung wurde so fast vollständig verdrängt. An diese knüpft jedoch der Heimat- und Verkehrsverein Jahr für Jahr an und verkauft sein bei Feinschmeckern begehrtes Kraut.

Quelle: DERWESTEN, Carolin Streuber

Advent wie zu Großmutters Zeiten

Die Bläser des CVJM gestalteten das Anblasen zum Advent in Wiblingwerde.

Wiblingwerde. Das ist aber sehr schön und gemütlich hier," lobte eine Besucherin, die am Samstag als Gast in die Heimatstube gekommen war. Das ist eine Reise in die Vergangenheit. Ich fühle mich hier, als wär ich bei meiner Großmutter zu Besuch", ergänzte die ehemalige Wiblingwerderin. Das freute die Aktiven des Heimatvereins, die zu einer voradventlichen Stunde in die Heimatstube eingeladen hatten.

Vor der Zusammenkunft legte Heimatvereins-Vorsitzender Klaus Potthoff am Dorfplatz den Schalter um und ließ das erste Licht an dem vom Verein gespendeten Adventskranz aufleuchten. Zur musikalischen Umrahmung des feierlichen Moments spielte der Posaunenchor des CVJM-Wiblingwerde unter seinem Dirigenten Rainer Nowak. Unter den Stücken, die die Bläser vortrugen, war natürlich das bekannte Adventslied Mach hoch die Tür". Gäste aus dem Dorf verfolgten das Geschehen.

In der Heimatstube, wo sich anschließend einige Teilnehmer in gemütlicher Runde trafen, bullerte schon der Ofen. Es roch nach Äpfeln und Gebäck. Bei Glühwein und anderen Getränken verbrachten die Heimatfreunde noch einige schöne Stunden.

Quelle: DERWESTEN

Siegerehrung "Sonderpreis für das Höhendorf"

Siegerehrung Kreiswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft".

Wiblingwerde/Altena. Siegerehrung beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft" am Dienstagabend im Medical Center Iserlohn: In der Gruppe 3 (über 1000 Einwohner) ging Platz eins an Oestrich.

Oestrich ist damit Kreissieger und wird sich nun 2012 beim Landeswettbewerb präsentieren. Platz zwei teilen sich bei Punktegleichheit Wiblingwerde, der Altenaer Ortsteil Dahle und Drüpplingsen. Einen dritten Platz belegten die Mendener Ortsteile Halingen und Hüingsen sowie der Iserlohner Ortsteil Dröschede. Für Wiblingwerde nahmen Heimatvereinsvorsitzender Klaus Potthoff und Waldlehrpfad-Initiator Karl-Heinz Tacke die Urkunde entgegen.

Auszeichnung für Waldlehrpfad

Wiblingwerde erhielt den Sonderpreis der Kreisjägerschaft (150 Euro) für den neuen Waldlehrpfad. Dahle bekam 500 Euro durch das Unternehmen Enervie-SEWAG für die Dachdämmung der Grundschule sowie den Sonderpreis für Tourismus des Fachdienstes Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus des Märkischen Kreises (100 Euro) für die gelungene Anbindung an den Höhenflug-Wanderweg".

Landrat Thomas Gemke erinnerte daran, dass die Aktion in diesem Jahr ein Jubiläum feiert: Bereits zum 50. Mal wurde der Wettbewerb veranstaltet. Er wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gemeinsam mit den Bundesländern ausgeschrieben und von dort in die Kreise vor Ort getragen.

Dörfer nachhaltig gestalten

Mit dem Wettbewerb sollen Anreize geschaffen werden, die Dörfer nachhaltig zu gestalten und zu entwickeln. Dabei stehen das bürgerschaftliche Engagement der Dorfbewohner im Vordergrund", so Landrat Gemke.

Gemke skizzierte noch einmal die Kriterien, nach denen die Bewertungskommission die Orte unter die Lupe" genommen hat: Die Konzeption und deren Umsetzung, wirtschaftliche Entwicklungen und Initiativen, soziales und kulturelles Leben, die Bau- und Grüngestaltung, die Entwicklung von Dorf und Landschaft und die Präsentation der Dörfer. Beeindruckt hat die Jury in diesem Jahr, dass alle Teilnehmer gute und konkrete Ideen und Vorstellungen davon haben, nachhaltige Zukunftsperspektiven für ihr" Dorf zu bieten.

Quelle: DERWESTEN, Nachrodt-Wiblingwerde, 12.10.2011, Hartmut Becker

Erntedank ist ein besonderes Familienfest

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Marcus Hinz, Vorstandsmitglied des Heimat- und Verkehrsvereines (HVV) Nachrodt-Wiblingwerde, konnte sich nicht mehr so genau erinnern, seit wann es das Erntedankfest auf dem Hof vor der Heimatstube und dem alten Kornspeicher in Wiblingwerde überhaupt gibt.

Essen hält Leib und Seele zusammen.

Ich schätze mal", sagt er schmunzelnd, so ungefähr seit Beginn unserer Zeitrechnung." Und Klaus Potthoff, Vorsitzender des HVV, fügt gut gelaunt an: Es gibt immer noch Fassbier bei uns". Denn der Verein lud, wie in jedem Jahr, zum Erntedankfest an der Heimatstube ein. Die zahlreichen Besucher wurden mit toller Musik unterhalten. Doch genau genommen hatte und hat das Erntedankfest einen fröhlichen Hintergrund. Es wurde gefeiert, wenn die Ernte eingefahren war und im Regelfall noch genügend übrig blieb, um Bedürftige zu unterstützen.

Neben dem vom Vorsitzenden Potthoff angesprochenen Fassbier standen auch alkoholfreie Getränke auf der Karte. Und auch die Speisekarte war ausgesprochen lang. Natürlich gab es am Sonntag auch die obligatorische Bratwurst. Daneben wurde jedoch auch Erbsensuppe gereicht. Die wurde vom Leiter der Ferien- und Tagesstätte Auf dem Ahorn", Harald Bürzl, in der Küche des Hauses selbst hergestellt. Auch die angebotenen Waffeln fanden zahlreiche Abnehmer. Das ist unglaublich", sagte Reinhard Ittershagen vom HVV. Wir haben fünf Eimer Waffelteig hergestellt. Das reicht für rund 400 Waffeln. Irgendwie müssen wir nachproduzieren." Was dann auch sozusagen mit vereinten Kräften in der Küche der Heimatstube gelang.

Potthoff zeigte sich sehr zufrieden. Es waren sehr viele Gäste da", resümierte er. Irgendwann habe ich aufgehört, zu zählen."

Quelle: come-one.com, 03.10.2011 von Hartwig Bröer

Erntedankfest, zur Sonne spielt die Musik


Entedankfest in Wiblingwerde Eltern des Waldkindergarten boten selbst bereitete Produkte aus heimischen Gärten an

Wiblingwerde. Schöner hätte das Erntedankfest des Heimat- und Verkehrsvereins Nachrodt-Wiblingwerde oben im Höhendorf vom Wetter her kaum sein können. Ein goldener Oktobertag, mit warmen Temperaturen und Sonnenschein über den ganzen Tag, begleitete die Veranstaltung auf dem Pausenhof der Grundschule von Vormittag an bis zum frühen Abend.

Da strahlte dann auch Heimatvereins-Vorsitzender Klaus Potthoff mit der Sonne um die Wette: Endlich einmal Voraussetzungen, wie wir sie uns für unser Fest wünschen. Denn in den 21 Jahren, in denen das Erntedankfest in Wiblingwerde nun schon von seinem Verein gefeiert wird, hat es schon schlechte Witterungsverhältnisse mit Sturm, Regen und Kälte gegeben, die der Veranstaltung arg mitgespielt hatten.

Vom Gottesdienst zum Mittagsmahl

Nachdem 1990 die Heimatstube neben der Grundschule fertiggestellt worden ist, wird das Erntedankfest nun schon ohne Unterbrechung regelmäßig gefeiert. Dem Heimat- und Verkehrsverein war es damals ein großes Bedürfnis, mit dem Fest an die Tradition des Dorfes zu erinnern, als die Menschen in Wiblingwerde überwiegend von der Landwirtschaft lebten.

Das Erntedankfest wird ebenso am gleichen Tag in der Dorfkirche gefeiert. So war es auch gestern wieder. Viele Kirchgänger nutzten die Gelegenheit, nach dem Gottesdienst zur Veranstaltung des Heimatvereins zu gehen. Dort warte auf sie und die weiteren Besucher als Mittagsmahl eine kräftige Erbsensuppe. Die Suppe war in diesem Jahr von der Küche des Ferienheims Auf dem Ahorn" bereitet worden. Daneben standen Mitglieder des Vereins am Grill, um die Gäste mit knusprigen Bratwürstchen zu verwöhnen. Das Angebot wurde noch durch Schnittchen mit Schmalz und hausgemachter Wurst wie durch frische Waffeln erweitert, die besonders am Nachmittag reißenden Absatz fanden. Rund 600 Stück wurden von den fleißigen Frauen des Vereins an diesem Tag gebacken.

Landwirt Roderich Knipps war mit einem Stand vertreten. Mit seinen Produkten aus heimischer Erde erinnerte er an die Tradition von Wiblingwerde als einstiges Bauerndorf.

Marmelade aus eigener Herstellung

Daneben war der Waldkindergarten vertreten. Die Mütter der Kinder hatten aus Früchten des eigenen Gartens Marmelade und Gelee bereitet, die sie in ansprechender Verpackung den Besuchern anboten. Imker Lieder hatte seinen Stand aufgebaut mit Honig, den seine fleißigen Bienenvölker auf dem Nettenscheid gesammelt hatten.

Schließlich war für Unterhaltung gesorgt: Die Swinging Oldies waren aus Hohenlimburg zu Gast, und der MGV Wiblingwerde erfreute mit Liedern zur Jahreszeit.

Quelle: DERWESTEN, Nachrodt-Wiblingwerde, 02.10.2011, Heinz Linke

Einblicke in die "gute Stube"

NACHRODT-WIBLINGWERDE - An die 30 Besucher vom Heimatverein aus Hohenlimburg begrüßte Klaus Potthoff, Vorsitzender des Heimat- und Touristikvereins Nachrodt-Wiblingwerde am Samstagnachmittag in der Wiblingwerder Dorfmitte. Die Gäste hatten um Führungen in der Kirche sowie in der Heimatstube und im Kornspeicher gebeten und sollten nicht enttäuscht werden.

Ernst Schnepper übernahm es, das Inventar der Küche in der Heimatstube vorzustellen. Hier sind manche Schätzchen zu sehen. *

Pastor Gerald Becker begrüßte die Besucher zunächst im gegen 1230 erbauten Gotteshaus, einer spätromanischen Hallenkirche. Sie gilt bei Historikern und Heimatpflegern zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern im Märkischen Kreis. Das Kircheninnere entspreche nicht mehr dem ursprünglichen Zustand, erfuhren die Gäste - vor allem Dorfbrände beschädigten die Kirche immens.

Zwei Dinge, die die Wiblingwerder Kirche im Besonderen ausmacht, hob Becker gezielt hervor: die bei Renovierungsarbeiten 1914 entdeckte Wand- und Deckenmalerei in der Apsis und der über lange Jahre verschollene Taufstein, der vorübergehend als Viehtränke genutzt wurde. Der Weg zurück zur Heimatstube führte den Hohenlimburger Heimatverein über den Friedhof, vorbei am kleinen Soldatenfriedhof.

Klaus Potthoff informierte die Besucher, dass die Heimatstube am Erntedanktag vor 20 Jahren eröffnet wurde. Seit ein paar Jahren gibt es dort neben regelmäßigen Veranstaltungen zum Beispiel auch Ambiente-Trauungen. Für die Führung im Inneren war indes Ernst Schnepper zuständig, der die Besonderheiten der historischen Küche, des Ess- und Schlafzimmers vorstellte. Wir haben uns vorgenommen, heimische Dinge für Besucher zusammenzutragen. Zu 99 Prozent ist es uns gelungen, Gegenstände aus der Gemeinde hier auszustellen."

Über die historischen Besonderheiten zum Kornspeicher wusste anschließend Klaus Potthoff zu berichten. Seine Führung rundete den Besuch der Hohenlimburger ab, der bei einem gemütlichen Kaffeetrinken in der Heimatstube seinen Ausklang fand. * sr

Quelle: come-on.de (C) Riedl

Zu Besuch in der Nachbarschaft

Der Heimatverein Hohenlimburg beim Besuch in Wiblingwerde.

Hohenlimburg. Hallenkirche, Heimatstube und historischer Kornspeicher der Heimatverein Hohenlimburg hat seinen Nachbarn" in Wiblingwerde einen hochinteressanten Besuch abgestattet.

Zunächst besichtigten die Hohenlimburger die spätromanische Hallenkirche in Wiblingwerde, die erstmals in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erwähnt wurde. Drei verheerende Brände haben der Kirche im Laufe der Zeit arg zugesetzt. 1914 wurde die Wand- und Deckenmalerei restauriert und neu ausgemalt. Für Pfarrer Gerald Becker war das übrigens die letzte Kirchenführung. Er wechselt in ein Berufskolleg in Menden, demnächst betreut der Hohenlimburger Pfarrer Dr. Thorsten Jacobi auch die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Wiblingwerde. Anschließend führte Klaus Potthoff vom Heimatverein Wiblingwerde die Hohenlimburger durch das Dorf, ehe sie die Heimatstube besichtigten. Die Heimatstube ist wie ein kleines Museum mit Wiblingwerder Exponaten eingerichtet. Der Anblick alter Küchengeräte erweckte Erinnerungen: Das habe ich auch noch zu Hause", ertönte es aus der Runde. Nach der Besichtigung des Kornspeichers dort sind eine Schuhmacher-Werkstatt und ein historisches Klassenzimmer eingerichtet ging es zurück in die Heimatstube, wo der Heimatverein den Gästen Kaffee und Kuchen anbot.

Quelle: DERWESTEN, Lutz Risse

Neue Exponate für die Heimatstube

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Sie wächst und wächst, die Sammlung des Heimat- und Verkehrsvereins, die in der Heimatstube an der Nachrodter Straße aufbewahrt wird. Aktuell sind drei interessante Exponate hinzugekommen. Neu sind sie selbst-verständlich nicht, vielmehr haben alle drei eine recht lange Geschichte:


Gerd Nolte mit dem scharfkantigen Bombensplitter und Fotos von den Folgen des Luftangriffs (Foto links). Die Schaufensterpuppe aus den 60er Jahren (rechts) hat vom Heimatverein ein schickes Kleidchen bekommen.

Es handelt sich um eine Schaufensterpuppe aus den 60er Jahren, ein so genanntes Mustertuch von 1901 und einen Bombensplitter von 1942.

Die Schaufensterpuppe und das Mustertuch stammen aus dem Hause des früheren Raumausstatters Grennigloh in Einsal. Dort wurde in den 60er Jahren auch Bekleidung angeboten, und eben diese zeigte eine adrette kleine Schaufensterpuppe in den Auslagen. Dass sie nun wieder ein hübsches Nachthemd tragen kann, verdankt sie wiederum den Beständen des Heimatvereins. Das altrosafarbe Hemdchen hatten die Wiblingwerder schon zuvor aus Familienbesitz bekommen.

Das Mustertuch diente einst dazu, die Fertigkeiten im Handarbeiten zu dokumentieren. Zu sehen ist hier, wie sauber Flicken eingesetzt werden oder gestopft wird, wie man Knöpfe annäht und Verzierungen im Kreuz- oder Stilstich anbringt. Das Mustertuch tat seinen Dienst vermutlich im Handarbeitsunterricht. Wem es einmal gehört hat, ist nicht bekannt. Es trägt allerdings die Initialen AF.

Ganz anderen Charakter hat der Bombensplitter: Scharfkantig, 500 Gramm schwer und der vielleicht letzte Zeitzeuge eines alliierten Bombenabwurfes im Zweiten Weltkrieg, der den Bereich um die Goethestraße in Nachrodt traf. Von den Folgen des Angriffs existieren noch etwa 25 Fotos. Im Besitz von Friedrich Petrasch sind Aufzeichnungen des ehemaligen Pastors Eickhoff über den Angriff. Eickhoff hat festgehalten:

In der Nacht von Freitag, den 10. auf Samstag, den 11. April erlebte Nachrodt den ersten Fliegerangriff. Zunächst fielen Brandbomben in Stenglingsen und auf Teile des in Umbau befindlichen Nachrodter Werkes. Dann wurden oberhalb der Nachrodter Brücke sechs Sprengbomben geworfen. Vom evangelischen Friedhof angefangen, waren diese in gerader Linie bis auf die Straße der SA (Ehrenmalstraße) niedergegangen. Diese hatten zwar kein einziges Haus getroffen, aber fast sämtliche Dächer auf Langenstück und in der Obstfuhr abgedeckt und die Fensterscheiben zertrümmert. Außer einem Mann, der, in seinem Hause durch Bomben-Splitter verwundet, ins Krankenhaus gebracht werden musste, kamen Menschen nicht zu Schaden. Pfarrhaus und Kirche in 200 Meter Entfernung wurden ebenfalls beschädigt, Dachziegel zerstört und fast alle Fenster eingedrückt. Der Schaden wurde mit 2906 Reichsmark vergütet."

Den Splitter will der Heimat- und Verkehrsverein nun mit einer Erläuterungstafel in den Vitrinen im Obergeschoss der Heimatstube ausstellen. - tk

Quelle: come-on.de

Wie der Goldfisch in die Schusterstube kommt

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Da haben sie nicht schlecht gestaunt, die Jungen und Mädchen der Klasse 3b der Grundschule Hohenfriedberger Straße aus Gelsenkirchen. Was eine Heimatstube ist, davon hatten die Junioren nur eine vage Vorstellung, als sie am Dienstagnachmittag mit ihren Lehrern Anneliese Schulte-Middelmann und Sebastian Brouka an der Nachrodter Straße eintrafen.

Kann man hier leben?", fragte einer der Junioren erstaunt, als er sich umschaute. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Klaus Potthoff und Ernst Schnepper übernahmen es, den Jungen und Mädchen die Einrichtung auf beiden Etagen sowie den benachbarten Kornspeicher zu zeigen. Da gab es viel zu sehen und natürlich zu erzählen, wie es früher so war". Und die Ausstattung hatte so manche Überraschung zu bieten. Ob Brennschere zum Locken formen für die Damen, Brotschneider oder Petroleumlampen, die beiden Mitglieder des Heimatvereins konnten mit interessanten Gerätschaften aufwarten, deren Funktion die kleinen Besucher bestenfalls erahnen konnten. Die Nachtmütze wurde recht schnell erkannt, aber bei den Bettschuhen gerieten die Drittklässler wieder ins Grübeln. Die Schlafstuben waren nicht geheizt. Da war es manchmal so kalt, dass man den Atem glitzern sah." Die Junioren aus Gelsenkirchen nahmen natürlich auch das Trauzimmer in Augenschein und konnten eine Eheschließung simulieren, staunten über die Feuerspritze von 1909 und das erste Blaulicht von Wiblingwerde", das nichts anderes war als eine Laterne mit blauem Glas. Auch die ledernen Löscheimer erregten einige Aufmerksamkeit da musste die Feuerwehr schon ein bisschen Zeit mitbringen.

Für Staunen sorgte dann Klaus Potthoff in der Schusterwerkstatt im Untergeschoss des Kornspeichers, wo der Heimatverein eine Schusterwerkstatt eingerichtet hat. Wer weiß denn, was das hier ist", fragte Potthoff und deutete auf die Schusterkugel, mit der der Meister einst seinen Arbeitsplatz beleuchtete. Die Antwort kam ebenso schnell wie überraschend: Ein Goldfischglas..." - tk

Quelle: com-on.de

Bäuerliche Sammlerstücke begeistern Besucher

Wiblingwerde. Der Heimat- und Verkehrsverein der Doppelgemeinde hatte Besuch aus Oestrich. Neun Männer und Frauen der Geschichtswerkstatt des Ortsheimatringes aus dem Nachbarort waren ins Höhendorf gekommen, um die Heimatstube und den Kornspeicher mit ihren Sammlungen zu besichtigen. Der Kontakt zwischen beiden Vereinen war im letzten Jahr bei einem gemeinsamen Schnadegang zustande gekommen.

 

Friedhelm Siegismund (lks.) von den Heimatfreunden Oestrich lässt sich Klaus Potthoff die alte Schusterwerkstatt im Kornspeicher zeigen.

Wir waren bisher noch nicht in Wiblingwerde," so Friedhelm Siegismund, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt aus dem Iserlohner Ortsteil. Umso mehr kamen die Gäste bei den vielen Ausstellungsstücken ins Staunen. Das sind ja wahre Schätze an ländlichen Gegenständen."

Beim Anblick der alten Küchengeräte fühlten sich die weiblichen Teilnehmerinnen der Exkursion unmittelbar an ihre Kindheit erinnert: Solche Geräte kennen wir noch von unseren Großmüttern. Die haben sie beim Kochen und Einwecken von Ost und Gemüse benutzt." Besonders genossen die Gäste die hübsch eingerichtete Heimatstube. Einen solchen historischen Ort hätten wir gerne für unsere Treffen," meinte bewundernd Friedhelm Siegismund.

Auch das alte Klassenzimmer und die Schuhmacher-Werkstatt im Kornspeicher fanden die ungeteilte Aufmerksamkeit der Besucher. Und weil es den Gästen aus dem Lennetal so gut in der Heimatstube gefallen hat, wurden sie von Klaus Potthoff, dem Vorsitzenden des Nachrodt-Wiblingwerder Vereins, und Kassenwart Reinhard Ittershagen mit Getränken bewirtet. Wir kommen bestimmt wieder," verabschiedete sich die Gruppe.

Quelle: DERWESTEN, Heinz Linke

Wald und Wandern bringen Punkte

Nachrodt-Wiblingwerde. Geprüft und für gut befunden: Wiblingwerde darf nach dem Test durch einen Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg weiter das Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort" tragen. Seit 1984 führt das Höhendorf diesen schmückenden Titel. Damals gab es im Rahmen der Ernennung sogar eine Urkunde.

 

Die Novellierung des NRW-Kurortegesetzes im Jahr 2008 hat dazu geführt, dass alle 38 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte im Regierungsbezirk Arnsberg ihre Tauglichkeit erneut unter Beweis stellen müssen. In Wiblingwerde reiste der Prüfer vor einigen Wochen an.

Wunderschöne Wanderwege

Ordnungsamtsleiterin Birgit Tupat und Verwaltungsmitarbeiter Dirk Recker begleiteten den Test. Sie hatten anfangs Bedenken, ob der Ort die Kriterien noch immer erfüllen würde. Doch dann stellte sich heraus: Im Laufe der Jahre hat das Höhendorf touristisch und erholungstechnisch eine erfreuliche Entwicklung genommen.

Richtig punkten kann die Gemeinde mit dem von Karl-Heinz Tacke initiierten Waldlehrpfad auf dem Lohhagen. Über 30 Führungen hat es 2010 auf dem Gelände gegeben und auch in diesem Jahr ist das Interesse riesengroß. Ein weiteres Qualitätsmerkmal sind die gepflegten und gut markierten Wanderwege. Dazu gibt es mit dem Café, der Pizzeria und der Gaststätte Zur schönen Aussicht die passende Gastronomie im Herzen des Dorfes. Besondere Einrichtungen sind das Schlosshotel Holzrichter, das Jugend- und Freizeithaus Auf dem Ahorn sowie das Freizeitheim der Pfadfinder. Dank der vielen Reiterhöfe hat sich Wiblingwerde zu einem Zentrum für Freizeitreiter entwickelt. Außerdem gibt es ein reges Dorfleben, getragen von Kirchengemeinden, Vereinen und Gruppen. Hervorragende Arbeit im touristischen Bereich leistet der Heimatverein, der im Dorf die Heimatstube und den alten Kornspeicher mit Schusterwerkstatt und historischem Schulraum unterhält.

Der Prüfer aus Arnsberg sichtete im Amtshaus die Bauleitplanung für Wiblingwerde. Auch hier hat der Ort gut abgeschnitten. Im Neubaugebiet Niggenhuser Hof gibt es viel Platz für Grünanlagen. Die Straßen dort sind ebenso wie die Wege im Dorfkern verkehrsberuhigt.

Etwas besorgt war Dirk Recker wegen der fehlenden zentralen Auskunftsstelle für die Besucher. Früher hat das Lottogeschäft Dresel diese Aufgabe übernommen. Heute sind Informationen vor Ort aber gar nicht mehr so wichtig: Die finden sich im Internet. Die Angaben auf der Gemeinde-Homepage zu Wiblingwerde reichen dem Prüfer voll und ganz aus.

Quelle: DERWESTEN, Klaus Schliek

Wiblingwerde bleibt Erholungsort

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Seit fast 30 Jahren ist Wiblingwerde staatlich aner-kannter Erholungsort und wird es auch bis auf weiteres bleiben. Das teilte Birgit Tupat vom Fachbereich Sicherheit/Ordnung der Gemeinde, am Montagabend in der Ratssitzung mit.

Zugegeben, die Farbe am Hinweisschild blättert schon ein wenig ab. Trotzdem weist Wiblingwerde aber noch die Qualitätsmerkmale eines Erholungsortes auf. *

Anfang des Jahres habe die Bezirksregierung eine Überprüfung der Kriterien angekündigt, erklärte Tupat im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Hintergrund dafür ist eine Novellierung des Kurortegesetzes für Nordrhein-Westfalen, nach der alle 38 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte im Regierungsbezirk Arnsberg unter Beweis stellen mussten, dass sie die Qualitätsstandards des Gesetzes noch erfüllen. Bei Wiblingwerde, das das Prädikat seit 1984 trägt, war das der Fall. Allerdings räumte Birgit Tupat ein, der Überprüfung mit einem mulmigen Gefühl entgegengesehen zu haben. Doch wahrscheinlich haben sich die Kriterien im Laufe der Jahre auch geändert", mutmaßte sie.

Wer sich heute Erholungsort nennen möchte, muss unter anderem eine zentrale Auskunfts- und Vermittlungsstelle, räumlich angemessene Grünflächen mit Ruhezonen und gesundheits- und erlebnisorientierten Bereichen sowie eine insgesamt erholungsgerechte Infrastruktur vorweisen können. Das Golddorf Wiblingwerde konnte unter anderem mit seinem gut ausgeschilderten und weit verzweigten Wanderwegenetz und dem Waldlehrpfad punkten.

Die Bezirksregierung prüft nun in regelmäßigen Abständen von längstens fünf Jahren, ob die Kur- und Erholungsorte noch alle Qualitätsmerkmale aufweisen. Mängel können die Orte dann innerhalb von fünf Jahren nachbessern. * vg

Quelle: come-on.de

Mit fröhlichem Singspiel den Mai begrüßt

Der MGV Wiblingwerde sang Frühlings- und Sommerlieder.

Wiblingwerde. Mit einem entzückenden Singspiel begrüßten am Sonntag die Kinder aus dem Waldkindergarten den Mai auf dem Dorfplatz. Dort hatte der Heimatverein zum traditionellen Ansingen des Wonnemonats eingeladen.

Natürlich fehlte bei dieser Gelegenheit der MGV Wiblingwerde nicht: Er präsentierte stimmstark die Stücke Der junge Frühling", Maienfahrt" und im Hinblick auf die kommende Saison die Schöne Sommerzeit".

Umziehen mussten sich die Herren für ihre Darbietungen nicht. Das taten aber die Waldkindergartenkinder, denn zu ihrem Stück Fritz, der Fink" gehörten Flügel, Schnäbel, Eier und auch ein Nest. Aus dem schlüpften kleine Küken in Gestalt der Kindergartenkinder heraus, nachdem Fritz einer Finkendame den Hof gemacht hatte. Viel Applaus war für diese witzige Darbietung sicher.

Im Anschluss an die schönen Melodien servierte der Heimatverein eine Maibowle und alkoholfreie Getränke. Für die Kinder gab s eine süße Überraschung. Wer anschließend Lust auf Kaffee und Kuchen in geselliger Runde hatte, ging in die Heimatstube, wo bereits die Kaffeetafel eingedeckt war. Dort nahm am Nachmittag auch eine 22-köpfige Wandergruppe aus Hattingen Platz, die im vergangenen Jahr auf den guten Geschmack in Wiblingwerde gekommen war.

Das Ansingen mit Kaffeetafel findet übrigens schon seit Beginn des neuen Jahrtausends statt und hat schon manchen Besucher ins Dorf gelockt, der Wiblingwerde anschließend sehr in sein Herz schließen konnte.

Quelle: DERWESTEN, Ina Hornemann

Heimatverein gibt Konzerte auf

Die Zeiten von Musik und Gesang auf dem Dorfplatz in Wiblingwerde sind gezählt.

Nachrodt-Wiblingwerde. Am Donnerstag verabschiedete sich der Heimat- und Verkehrsverein von einer langen Tradition: Er wird keine keine Dorfkonzerte mehr in Wiblingwerde veranstalten. Das beschlossen die Mitglieder mit großer Mehrheit während der Hauptversammlung in der Gaststätte Brenscheider Mühle". Von den 31 Teilnehmern stimmten nur zwei für die Beibehaltung der Konzerte. Ein Mitglied enthielt sich der Stimme.

Vorsitzender Klaus Potthoff nannte als Gründe für die Absetzung Schwierigkeiten beim Aufbau der Sitzgelegenheiten für die teilnehmenden Musikgruppen. Außerdem habe das Interesse stark nachgelassen. Potthoff: Zieht man die Angehörigen der Mitwirkenden ab, dann bleiben oft nur noch 20 Gäste übrig, die die Konzerte besuchen." Außerdem habe sich der Förderverein des Kindergartens schon bei den letzten Konzerten zurückgezogen und die Bewirtung eingestellt.

Konzerte mit anderen
Terminen verbinden

Nach Dieter Danz und Zoltan Hülle habe Horst Dieter Huwig als Obmann der Konzerte in der letzten Zeit für das Engagement und den Auftritt der Musikgruppen gesorgt. Mit ihm hat Potthoff im Vorfeld versucht, einen anderen Modus für die Durchführung der einst so beliebten Veranstaltung zu finden. So hat der Heimatverein Huwig vorgeschlagen, die Konzerte zusammen mit anderen Festen wie dem Singen zum 1. Mai, dem Gemeindefest der ev. Kirche und dem Erntedankfest stattfinden zu lassen. Die Auftritte der Gruppen und Chöre soll dann die Bezeichnung Dorfkonzerte" erhalten. Dieses Konzept habe Huwig abgelehnt. Darauf hat sich der Heimatverein entschlossen, sich aus der Organisation der viermal im Jahr stattfindende Veranstaltung zurückzuziehen.

Der frühere Verkehrsvereinsvorsitzende Ernst Schnepper und Hans Jürgen Hohage versuchten die Mitglieder noch umzustimmen, in dem sie auf die über 30-jährige Tradition der Veranstaltung hinwiesen. Es gelang ihnen nicht.

Ebenfalls am Donnerstag hat Horst Dieter Huwig in seiner Funktion als Vorsitzender des Kulturverbandes die Vorsitzenden der Chöre kontaktiert, um zu retten, was noch zu retten ist. Huwig versuchte sie dafür zu gewinnen, dass Sänger Teilaufgaben übernehmen. Die Meinung der Angesprochenen aber war, dass die Aufgaben zur Durchführung der Dorfkonzerte in die Hand eines Vereins oder einer Organisation gehören. Weder die Vertreter der Gesangvereine noch des Posaunenchores sind bereit, sich diese zusätzliche Arbeit aufzubürden.

Quelle: DERWESTEN, Heinz Linke